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Wildarten im Gehege

MUFFELWILD

Muffelwild

Muffelwild oder Mufflon (Ovis ammon) wird in der Familie der Hornträger (Bovidae) in die Gattung der Schafe (Ovis) eingereiht.

Herkunft und Verbreitung

Ursprünglich stammt das Mufflon oder Europäisches Wildschaf von den Inseln Korsika und Sardinien. Von dort wurde es auf das Festland ausgebürgert. Es ist die kleinste Unterart des Wildschafes, das aus Asien über Nordafrika nach Europa gelangte und auf den beiden Inseln überlebte.

Verhalten und Biologie

Muffelwild besitzt einen ausgeprägten Herdentrieb. Die Rudelgröße schwankt nach Jahreszeit und Dichte.

Mufflons verfügen über hochentwickelte Sinnesorgane. Neben einem ausgeprägten Gesichtssinn besitzen sie ein sehr scharfes Gehör- und Witterungsvermögen und einen hervorragenden Orientierungssinn.

Größe und Gewicht schwanken umweltbedingt zwischen 70 und 90 cm Körperhöhe und 30 bis 50 kg bei Widdern bzw. 65 bis 75 cm und 25 bis 40 kg bei Schafen.

Die Geschlechtsreife ist beim Widder mit ca. 30 Monaten gegeben, beim Schaf tritt sie gewöhnlich im zweiten Lebensjahr ein. Die Brunft beginnt in unseren Breiten in der Regel in der 2. Oktoberhälfte und dauert meist den ganzen November über an. Nach einer Tragzeit von ca. 5 Monaten wird im März/April meist ein Lamm, selten Zwillinge, gesetzt.

Literatur:

Das Muffelwild; Verlag Paul Parey, Hamburg